KI-Telefonassistentfür die Arztpraxis

Ein KI-Telefonassistent für die Arztpraxis nimmt Anrufe an, wenn die Anmeldung belegt ist, vor Sprechstundenbeginn oder nach Praxisschluss. Er meldet sich im Namen der Praxis, sagt gleich zu Beginn, dass eine KI spricht, und klärt das Anliegen. Terminwünsche trägt er direkt in den Praxiskalender ein. Rezept- und Überweisungsanfragen sowie Rückrufbitten nimmt er auf und legt sie dem Team als Gesprächsnotiz ab. Fragen zu Sprechzeiten, Anfahrt oder Abläufen beantwortet er aus dem Wissen, das die Praxis hinterlegt. Bei lebensbedrohlichen Beschwerden verweist er auf den Notruf 112, außerhalb der Sprechzeiten auf den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117. Eine medizinische Einschätzung gibt er nicht, und über Befunde gibt er keine Auskunft. Nach jedem Gespräch erhält das Team eine kurze Zusammenfassung mit Name, Anliegen und Rückrufnummer. Über Rezepte, dringende Termine und Rückrufe entscheidet das Praxisteam. Die Praxisnummer bleibt, mehrere Anrufe laufen parallel, und das Hosting liegt in Deutschland.

Stand: 04.11.2026 · Everlast AI

Welche Anrufe nimmt der Assistent in der Praxis an?

Der größte Teil der Anrufe an der Anmeldung wiederholt sich. Genau diese Anliegen übernimmt der Assistent, damit das Team am Tresen für die Patienten vor Ort da ist.

Terminwünsche

Er fragt nach Anlass und Wunschzeit, schlägt freie Zeiten aus dem Praxiskalender vor und trägt den Termin ein.

Rezept und Überweisung

Er nimmt Name, Geburtsdatum und das gewünschte Medikament oder die Fachrichtung auf. Die Anfrage landet als Notiz beim Team.

Rückrufbitten

Fragen zu Befunden und alles, was eine Ärztin klären muss, notiert er mit Rückrufnummer und Uhrzeit.

Fragen zur Praxis

Fragen zu Sprechzeiten, Anfahrt, Urlaubsvertretung und zu dem, was Patienten zum Termin mitbringen, beantwortet er direkt.

Wo liegen die Grenzen am Praxistelefon?

Der Assistent nimmt auf und organisiert. Alles, was ärztliches Urteil braucht, bleibt beim Praxisteam. Diese Grenzen legen wir vor dem Start mit Ihnen fest:

  • Keine medizinische Einschätzung. Der Assistent bewertet keine Beschwerden und empfiehlt keine Behandlung.
  • Rezepte signiert die Ärztin oder der Arzt. Wer die Verordnung signiert, trägt laut KBV die Verantwortung. Der Assistent bereitet nur die Anfrage vor.
  • Keine Befundauskunft am Telefon. Die KBV empfiehlt, die Identität bei telefonischen Auskünften über Zusatzfragen oder einen Rückruf zu sichern. Das übernimmt Ihr Team beim Rückruf.
  • Notfälle gehören zur 112. Bei lebensbedrohlichen Beschwerden nennt der Assistent den Notruf 112, außerhalb der Sprechzeiten den Bereitschaftsdienst unter 116117.

Wie läuft eine Rezeptanfrage am Telefon ab?

So kann ein Gespräch aussehen. Begrüßung, Fragen und Hinweise richten wir nach Ihrer Praxis ein.

Folgerezept in einer Hausarztpraxis

Beispielablauf, nachgestellt
  1. AssistentPraxis am Marktplatz, guten Tag. Sie sprechen mit dem KI-Assistenten der Praxis. Wie kann ich Ihnen helfen?
  2. AnruferinIch brauche ein Folgerezept für mein Blutdruckmittel.
  3. AssistentDas nehme ich gern für das Praxisteam auf. Wie ist Ihr Name, und wann sind Sie geboren?
  4. Anruferinnennt Name und Geburtsdatum
  5. AssistentDanke. Welches Medikament und welche Stärke steht auf der Packung?
  6. Anruferinnennt Medikament und Stärke
  7. AssistentIch habe Ihre Anfrage notiert. Die Ärztin prüft sie, und die Praxis meldet sich, wenn noch etwas fehlt.
  8. Gesprächsnotiz an das Praxisteam: Folgerezept, Name, Geburtsdatum, Medikament

Der Ablauf ist nachgestellt und zeigt, wie ein Gespräch aufgebaut sein kann.

Erfahren Patienten, dass sie mit einer KI sprechen?

Ja. Die KI-Verordnung der EU verlangt in Art. 50, dass Menschen von einem KI-System am Telefon erfahren. Das gilt, sofern es nicht offensichtlich ist. Der Hinweis muss klar und spätestens bei der ersten Interaktion kommen.

Der Assistent sagt deshalb schon in der Begrüßung, dass eine KI am Telefon ist. Den genauen Wortlaut stimmen wir mit Ihnen ab.

Wie bleibt die Schweigepflicht gewahrt?

Ärztinnen und Ärzte unterliegen der Schweigepflicht nach § 203 StGB. Nach den Hinweisen von Bundesärztekammer und KBV ist schon die Tatsache geschützt, dass sich eine Person in Behandlung befindet. Angaben zur Gesundheit gehören nach Art. 9 DSGVO zu den besonders geschützten Daten.

Für den Assistenten heißt das: Ihre Praxis legt vor dem Start fest, welche Angaben er abfragt. Ebenso, was in der Gesprächsnotiz steht und wer sie erhält. Er fragt nur, was für das Anliegen nötig ist. Das Hosting liegt in Deutschland.

Die rechtlichen Fragen im Detail, von der Schweigepflicht bis zur KI-Verordnung, erklärt der Ratgeber im KI-Medizinmagazin: KI-Telefonassistent in der Arztpraxis.

Wie wird der Assistent in der Praxis eingerichtet?

  1. Nummer anbinden. Ihre Praxisnummer bleibt. Die Anrufe erreichen den Assistenten per Rufumleitung oder SIP, zu den Zeiten, die Sie festlegen.
  2. Anliegen und Regeln festlegen. Welche Anrufe er annimmt, welche Angaben er abfragt und was als dringend gilt.
  3. Kalender und Notizen verbinden. Der Assistent bucht in Ihrem Praxiskalender und schickt die Gesprächsnotizen an die Stelle, die Sie bestimmen.
  4. Jeden Ablauf testen. Vor dem Start spielen wir die Gespräche mit Ihnen durch. Dazu gehören auch die Fälle mit Verweis auf 112 oder 116117.
  5. Im Betrieb anpassen. Ändern sich Sprechzeiten oder Abläufe, tragen wir das mit Ihnen nach.

Wann passt der Assistent nicht zur Praxis?

Manche Anrufe kann nur die Ärztin beantworten. Drehen sich fast alle Anrufe um solche Rückfragen, nimmt der Assistent vor allem Rückrufbitten auf. Er entlastet dann weniger, als die Zahl der Anrufe vermuten lässt.

Soll das Telefon in erster Linie Anrufe auf Labor, Anmeldung und Behandlungsräume verteilen, passt eine KI-Telefonanlage für die Arztpraxis besser. Den Unterschied der Lösungen zeigt die Übersicht.

Häufige Fragenaus der Arztpraxis

Darf der KI-Telefonassistent Rezepte ausstellen?

Nein. Er nimmt die Rezeptanfrage mit Name, Geburtsdatum und Medikament auf und legt sie dem Praxisteam als Notiz ab. Die Verordnung prüft und signiert die Ärztin oder der Arzt.

Was passiert, wenn jemand mit einem Notfall anruft?

Bei lebensbedrohlichen Beschwerden verweist der Assistent auf den Notruf 112, außerhalb der Sprechzeiten auf den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117. Zusätzlich benachrichtigt er die Praxis nach den Regeln, die Sie für dringende Anrufe festlegen.

Gibt der Assistent Auskunft über Befunde?

Nein. Fragen zu Befunden nimmt er als Rückrufbitte auf. Ihr Team ruft zurück und stellt vor der Auskunft die Identität fest, zum Beispiel über Zusatzfragen.

Bleibt die bekannte Praxisnummer erhalten?

Ja. Die Anrufe erreichen den Assistenten per Rufumleitung oder über einen SIP-Anschluss Ihrer Telefonanlage. Sie legen fest, wann er abnimmt, etwa immer, vor Sprechstundenbeginn oder wenn die Anmeldung belegt ist.

Versteht der Assistent auch Patienten, die wenig Deutsch sprechen?

Ja. Der Assistent ist mehrsprachig und kann das Gespräch in der Sprache der Anrufenden führen. Die Notiz für Ihr Team kommt auf Deutsch.

Wo werden die Gesprächsdaten verarbeitet?

Das Hosting liegt in Deutschland. Welche Angaben der Assistent abfragt und wohin die Gesprächsnotizen gehen, legt Ihre Praxis gemeinsam mit uns vor dem Start fest.

Hören Sie, wie Ihr Assistentam Telefon klingen würde

In der kostenlosen Beratung gehen wir Ihre Anrufe durch und zeigen, welche Abläufe der Assistent für Sie übernehmen kann.

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